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Energie und Umwelttechnik 2023 in Zahlen

14.219 Beschäftigte

1.321 Unternehmen

15 Mrd. Umsatz

90,6 % Umsatz seit 2015

Meilensteine 2023

Leipziger Akteure - neue Entwicklungen 2023

2 Frauen sitzen zusammen an einem Schreibtisch und schauen auf Computermonitore, während im Hintergrund weitere Personen unscharf zu erkennen sind.
Im Herzen des globalen Energiehandels: das Büro im Leipziger City-Hochhaus © EEX

Im Jahr 2000 startete in Leipzig der physische Handel mit Strom. Nach der Fusion von zwei deutschen Strombörsen wurde 2002 die European Energy Exchange AG (EEX) gegründet. Die EEX ist eine führende globale Energiebörse, die weltweit sichere, erfolgreiche und nachhaltige Commodity-Märkte entwickelt und betreibt. An der EEX können Handelsteilnehmer auf Großhandelsebene Produkte für Strom, Erdgas und Emissionsrechte sowie auch Fracht- und Agrarprodukte kaufen und verkaufen. Zu den Handelsteilnehmern der EEX zählen Energieerzeuger, Industrieunternehmen, spezialisierte Handelshäuser sowie Broker und Banken. Die EEX ist Mitglied der Gruppe Deutsche Börse.

Teil der EEX Group

Die EEX ist Teil der EEX Group, einer auf internationale Commodity-Märkte spezialisierten Unternehmensgruppe. Die EEX Group verbindet weltweit ein Netzwerk von über 850 Handelsteilnehmern aus mehr als 40 Ländern. Zur EEX Group gehören die European Energy Exchange, EEX Asia, EPEX SPOT, GET Baltic, Power Exchange Central Europe (PXE) und Nodal Exchange sowie der Registerbetreiber Grexel System und die Softwareunternehmen KB Tech und Lacima. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgt durch die beiden Clearinghäuser der Gruppe, die European Commodity Clearing (ECC) und Nodal Clear.

Nachhaltigkeit

Die EEX unterstützt aktiv die Energiewende sowie die Transformation in eine nachhaltige Zukunft durch den kontinuierlichen Ausbau neuer Energieprodukte und -dienstleistungen und der damit verbundenen Märkte, zum Beispiel Umweltprodukte, Herkunftsnachweise und Wasserstoff. Diese sollen den langfristigen Wandel der Energiewirtschaft hin zu einem höheren Anteil an kohlenstofffreien, erneuerbaren Energien unterstützen.

Im Jahr 2023 wurden mehr als 8.000 Terawattstunden (TWh) Strom an den Marktplätzen der EEX Group gehandelt. Zum Vergleich: Jährlich werden in Deutschland etwa 500 TWh Strom verbraucht. Die EEX mit ihren Marktplätzen ist damit die größte Stromhandelsplattform weltweit.

Die EEX Group in Zahlen

21 Standorte weltweit

über 1.100 Beschäftigte weltweit

über 500 Beschäftigte in Leipzig

über 8.000 TWh Strom Handelsvolumen 2023

Mit der Energiegenossenschaft Leipzig (EGL) nehmen Bürgerinnen und Bürger die Energiewende selbst in die Hand. Die eigenen Photovoltaikanlagen in Leipzig und Taucha versorgen seit 2015 direkt einen Gewerbebetrieb im Ludwig-Hupfeld-Center, eine Gemeinschaftsunterkunft mit 250 Wohneinheiten sowie die Pumpenanlage eines Freibads. Eigentümerinnen und Eigentümer von Gewerbe- und Wohngebäuden profitieren von langfristig günstigen Preisen für sauberen Strom, die Finanzierung der Anlage erfolgt durch die Genossenschaftsmitglieder.

Zudem hat die EGL positive Erfahrungen mit dem Mieterstrom-Modell gemacht: Für ein genossenschaftliches Wohnprojekt in Leipzig bietet sie allen dort wohnenden Haushalten eine Gesamtversorgung, die aus der auf dem Dach errichteten Photovoltaikanlage sowie zusätzlichem Ökostrom der Bürgerwerke eG gespeist wird. Auch dieses Modell trägt dazu bei, die Ressourcen des Gebäudes oder Grundstücks effizienter zu nutzen und extern erzeugte Energie einzusparen.

Durch die Mitfinanzierung von Projekten schon ab 200 Euro bietet die Genossenschaft sehr vielen Menschen die Möglichkeit, sich an der Energiewende zu beteiligen, auch ohne eigene Dachflächen oder Grundbesitz. Die Mitglieder tragen direkt zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region bei, die Wertschöpfung bleibt vor Ort. Die Genossenschaft arbeitet ehrenamtlich und bürgernah, Entscheidungen werden transparent und demokratisch getroffen.

Die Energiegenossenschaft Leipzig möchte auch die Stadt Leipzig darin unterstützen, kommunale Dächer mit Photovoltaik aufzurüsten. Klimaschutz ist unsere Mission, die langfristige Unabhängigkeit von Konzernen der alten Energiewirtschaft unser Ziel. Wir werden bis 2030 möglichst viele weitere Photovoltaik-Anlagen mit Bürgerbeteiligung bauen.

Joachim Eckstein, Energiegenossenschaft Leipzig EGL eG

Mit den Niederlassungen BürGeTa (Bürgerenergiegenossenschaft Taucha) und der Bürgerenergie Landkreis Leipzig hat die Genossenschaft seit kurzem auch Unterstützung durch lokale Gemeinschaften im weiteren Umkreis von Leipzig. Neue Projekte für Energieerzeugung aus Wind- und Solarkraft werden vor Ort geplant und finanziert, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Städte und Gemeinden.

Kontakt

Energiegenossenschaft Leipzig EGL eG
c/o Regionalgruppe Leipzig des BUND Landesverband Sachsen e. V.
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig

E-Mail: info@eg-leipzig.de
Internet: www.energiegenossenschaft-leipzig.de

Außenansicht des Hauptsitz-Gebäudes der VNG in der Braunstraße in Leipzig. Das Gebäude ist ein aufwendig verglastes Bürogebäude.
VNG will die Gasversorgung fit für die Klimawende machen und unterstützt den Strukturwandel in der Region mit Investitionen in Zukunftsprojekte. © VNG AG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig bietet ein breites und zukunftsfähiges Leistungsportfolio rund um Gas, das den Großteil der Gaswertschöpfungskette über den internationalen Import und Großhandel sowie den Betrieb von kritischer Gasinfrastruktur umfasst. Darüber hinaus verfolgt VNG einen ambitionierten Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff.

Der Weg in ein zunehmend klimaneutrales Energiesystem basiert für VNG dabei auf drei Zieldimensionen: Gewährleistung einer zuverlässigen und sicheren Gasversorgung, Gestaltung der Energiewende durch die Transformation von fossilem Erdgas hin zu grünen Gasen und die Unterstützung des Strukturwandels in Ostdeutschland mit Investitionen in Zukunftsprojekte und die Gasinfrastruktur.

Gemeinsam Akzente setzen

Vortragende auf der Veranstaltungen auf der Bühne.
Experten und Expertinnen diskutieren die Chancen der Energiewende © Zerina Kaps

Am 15. November 2023 fand in Leipzig die regionale Sustainable Finance Gipfel-Veranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam für die Energiewende“statt. Als einzige Veranstaltung dieser Art in Ostdeutschland brachte der Gipfel 101 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt im Salle de Pologne zusammen, um Lösungen für die drängenden Fragen zur nachhaltigen Finanzierung zu diskutieren. Digital verfolgten 200 Interessierte die Veranstaltung, die als Leuchtturm des diesjährigen bundesweiten Sustainable Finance Gipfels betrachtet werden kann.

„Damit nachhaltige Finanzierung gelingt, brauchen wir den konkreten Dialog der Menschen, die in der Praxis stehen: in Kommunen, Unternehmen und Finanzierung. Niemand weiß besser als sie, wo es hakt und was überzeugt und eigentlich nur verstärkt oder gewusst werden muss, damit das bei den Menschen ankommt, worauf es wirklich ankommt: den Wohlstand vor Ort zu sichern und zu stärken. Gutes Leben für alle zu ermöglichen – das ist der Kern der Nachhaltigkeitsagenda“, so Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M. e.V. – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften.

Der Gipfel betonte die entscheidende Rolle von Mittelstand und Kommunen bei der Energiewende vor Ort. Ihr Engagement ist maßgeblich für den Erfolg der Energiewende in Deutschland. Der Fokus, so zeigte der Gipfel auf, liegt auf der konkreten Umsetzung von Lösungen zur Ausräumung von Finanzierungshürden bei nachhaltigen Aktivitäten.

Der Sustainable Finance Gipfel 2023 setzte zum ersten Mal ein Regionalkonzept mit unterschiedlichen Schwerpunkten um. Initiiert vom Green and Sustainable Finance Cluster Germany mit Sitz in Frankfurt fand er zum 7. Mal statt.

Am 13. Oktober 2023 fand in der Bio City Leipzig der Impact Day statt – eine Veranstaltung, die sich ganz dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, tief in nachhaltige Praktiken aus verschiedenen Perspektiven und Branchen einzutauchen, systemisches Denken ganzheitlich zu verstehen und Strategien für eine widerstandsfähige Zukunft zu skizzieren.

Führende Fachleute wie Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, Eugene Karl Montoya, Dr. Maria Nieswand, Caroline Grosch, Vassilis Agouridas, Fabio Diaz und andere kamen zu Wort. Diskussionen und Erkenntnisse zu Impact Investments, ESG EU-Gesetze, urbane Mobilität und vielem mehr standen im Mittelpunkt.

Das Ziel dieses Events war, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit innerhalb der HHL-Community und Leipzigs zu fördern, indem es Forschung, Institute, Unternehmen und Start-ups für systemisches Denken und Zusammenarbeit zusammenbringt. Die Veranstaltung war eine Zusammenarbeit zwischen dem HHL Digital Space und dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig.

Kontakt

Amt für Wirtschaftsförderung

Adresse
Neues Rathaus
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig
E-Mail
wirtschaft@leipzig.de
E-Mail
brigitte.brueck@leipzig.de
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Frau Brigitte Brück

Telefon
0341 123-5841