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Sofortprogramm Saubere Luft

Um die Luftqualität in Städten zu verbessern, hatte die Bundesregierung im Jahr 2017 ein entsprechendes Sofortprogramm gestartet. Insgesamt wurden dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zur Inanspruchnahme der Fördermittel war es erforderlich, einen sogenannten Green City Plan zu erarbeiten.

Der Green City Plan ergänzt damit den Luftreinhalteplan der Stadt Leipzig. Die Erarbeitung des Plans wurde vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) mit rund 531.000 Euro finanziell unterstützt.

Das Projekt wurde in Kooperation mit weiteren Beteiligten entwickelt: 

  • Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV)
  • Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)
  • Stadtwerke Leipzig

 

Maßnahmenübersicht

  1. Optimierung Verkehrssteuerung

  2. Verknüpfung Mobilitätsangebote

  3. Weiterentwicklung digitale Mobilitätsplattform

  4. Elektrifizierung Busse und Fuhrpark

  5. Ausbau Ladeinfrastruktur

  6. Pilotbetrieb autonomes Shuttle

  7. Saubere Logistik in der Innenstadt

Überblick der Arbeitspakete

Der Plan enthält sieben konkrete Maßnahmenpakete, mit denen die Stickoxidbelastung durch den Straßenverkehr in Leipzig gesenkt werden soll. Ziel ist es, die Luftqualität zu verbessern und gleichzeitig den Verkehr nachhaltiger zu gestalten.

Durch eine bessere Ampelsteuerung an besonders belasteten Straßen soll der Verkehrsfluss verbessert und die Luftbelastung gesenkt werden. Gleichzeitig wird der öffentliche Nahverkehr bevorzugt geschaltet, um Wartezeiten an Ampeln zu verkürzen und Anschlüsse besser zu sichern. Zusätzliche Verkehrsinformationen im Straßenraum unterstützen die Orientierung.

An wichtigen Punkten im Stadtgebiet entstehen neue Mobilitätsstationen, Fahrradboxen und gesicherte Abstellanlagen. Ziel ist es, das Umsteigen auf Fahrrad oder Nahverkehr einfacher zu machen, beispielsweise durch Bike+Ride. Zusätzlich werden Park+Ride-Plätze mit Sensoren ausgestattet, damit freie Stellplätze online einsehbar sind.

Die Plattform „Leipzig mobil“ (seit 2020 „LeipzigMove“) wird technisch weiterentwickelt. Dabei werden noch mehr Mobilitätsdienste wie Ridepooling, Routenplanung und Parkinformationen integriert. Auch Buchungen und Bezahlungen werden vereinfacht.

Die Busflotte der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wird Schritt für Schritt auf elektrische oder besonders schadstoffarme Antriebe umgestellt. Auch der städtische Fuhrpark wird zunehmend auf Elektrofahrzeuge umgerüstet. Das reduziert sowohl Luftschadstoffe als auch Verkehrslärm.

Ein Konzept zur Ladeinfrastruktur sorgt dafür, dass in allen Stadtteilen genug private sowie gewerblich nutzbare Lademöglichkeiten für Elektroautos entstehen. Grundlage sind Prognosen zur Entwicklung der E-Mobilität in 63 Ortsteilen und sechs Sondergebieten.

Zwischen der Leipziger Messe und dem BMW-Werk im Norden soll ein autonomes E-Shuttle pilothaft zum Einsatz kommen. Das Vorhaben dient langfristig der Einsparung von Personalkosten, um städtische Randbereich klimafreundlich und wirtschaftlich an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden.

Ein neues Logistikkonzept sieht sogenannte „Urban-Hubs“ am Stadtrand und kleinere Mikro-Depots in Innenstadtnähe vor. Waren werden zunächst zentral gesammelt und dann umweltfreundlich zum Ziel gebracht, etwa mit Lastenrädern oder kleinen E-Fahrzeugen. So wird der Lieferverkehr in der Innenstadt reduziert und sauberer gestaltet.

Kontakt

Stadtökologie

Adresse
Technisches Rathaus
Haus A
Prager Straße 130-136
04317 Leipzig
E-Mail
umweltschutz@leipzig.de