Unter der Einführung von Bürgermeister Thomas Dienberg wurden am 29. Mai 2024 die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. An dem Beteiligungsverfahren waren in einem offenen Prozess die Stadt Leipzig, die Flächeneigentümerin, Vertreter/-innen der Bürgerprojekte, der Naturschutzverbände, die "Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz erhalten!", Nachbar/-innen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, das Stadtumbaumanagement sowie geloste Bürger/-innenvertretungen beteiligt. Seit September 2023 hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausführlich über die vorhandenen Planungen, fachlichen Grundlagen, erkennbaren Bedarfe, Flächenkonkurrenzen und eine stadtweite Einordnung der baulichen Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert. In sieben Workshops wurde sich intensiv zu Ideen zur zukünftigen Entwicklung des Geländes ausgetauscht. Das Ergebnis dieses Prozesses ist ein Leitlinienpapier zu Quantität und Qualität der künftigen Entwicklungen auf dem Gelände (PDF 3,9 MB).
Grüner Bahnhof Plagwitz - Bereich Nordteil/West (Bebauungsplan Nummer 380.2)
Für den westlichen Bereich des Grünen Bahnhofs entlang der Ladestraße-West fand von September 2023 bis Mai 2024 ein moderierter Beteiligungsprozess zur Weiterentwicklung der Flächen statt. Dieser Bereich entstand durch die Aufteilung des Bebauungsplans "Grüner Bahnhof Plagwitz - Nordteil" (Nummer 380.1) in einen westlichen und einen östlichen Teil. Der Westteil wird seitdem als Bebauungsplan Nummer 380.2 „Grüner Bahnhof Plagwitz - Nordteil/ West“ fortgeführt. Von September 2023 bis Mai 2024 wurde die Entwicklung dieser Flächen in moderierten Veranstaltungen und Workshops diskutiert.
Ergebnis des moderierten Beteiligungsprozesses
Der moderierte Beteiligungsprozess zur westlichen Teilfläche (Bebauungsplan 380.2) ist im Mai 2024 erfolgreich zu Ende gegangen. Im Ergebnis steht ein kooperativ von allen Beteiligten erarbeitetes Papier mit acht Leitlinien und einer Karte als Empfehlung zur künftigen Entwicklung der Fläche.
Am Grünen Bahnhof Plagwitz wird das Spannungsfeld einer wachsenden Stadt deutlich: Auf einer begrenzten Fläche treffen verschiedenste Bedarfe, wie Wohnungsbau, Naherholung, Ökologie, Ökonomie und Kultur aufeinander. Bei der Entwicklung der letzten Flächen des Grünen Bahnhof Plagwitz müssen der historisch gewachsene Charakter und die vielfältige Nutzung des Areals nicht nur erhalten bleiben, sondern auch Ziel für die künftige Entwicklung der Flächen sein.
Der moderierte Beteiligungsprozess bestand aus insgesamt sieben moderierten Workshopsitzungen. In diesen fanden intensive Diskussionen mit circa 40 Teilnehmenden statt. Das Workshopgremium umfasste Akteur/-innen aus der Nachbar/-innenschaft, Wissenschaft und stadtweiten Institutionen, unter anderem dem BUND Leipzig, Ökolöwe, der Industrie- und Handelskammer und der „Bürgerinitiative Bürgerbahnhof Plagwitz erhalten!“. Hinzu kamen geloste Bürger/-innen. Vertreter der Flächeneigentümerin, der Stadtverwaltung, der sechs Stadtratsfraktionen und der Stadtbezirksbeiräte.
Das vorliegende Ergebnispapier (PDF, 3.9 MB) formuliert acht Leitlinien zu den quantitativen und qualitativen Zielen der baulichen und freiräumlichen Entwicklung des Gebietes, ergänzt durch eine Plandarstellung. Mit dem Ergebnispapier wird eine zwischen Bürger/-innen, Institutionen, Politik, Stadtverwaltung und Flächeneigentümerin kooperativ entwickelte Empfehlung zur künftigen Entwicklung der Fläche vorgelegt.
Fragen, Hinweise und Informationen zum Beteiligungsprozess Nordteil/ West (380.2) können an die E-Mail moderation-plagwitz@stadtlabor.de gerichtet werden.
Weitere Informationen und Download
Im Rahmen von sieben moderierten Workshops wurde von September 2023 bis Mai 2024 vertieft die Entwicklung der Teilfläche Nordteil/West des Grünen Bahnhofs Plagwitz diskutiert. Die Workshops warem sorgfältig mit etwa 40 Teilnehmenden unter anderem aus der Umgebung, verschiedenen Initiativen, stadtweiten Interessensvertreter/-innen, der Flächeneigentümerin und dem Stadtplanungsamt besetzt. Die Teilnehmenden waren zuvor in einem transparenten Verfahren zusammengestellt und ausgelost worden. Detailliert kann die Zusammensetzung im Workshop in dem Download "Zusammensetzung" (PDF 222 KB) in den Downloads (siehe weiter unten) nachvollzogen werden. In den moderierten Workshopsitzungen wurde ausführlich über vorhandene Planungen, fachliche Grundlagen, lokale Bedarfe, Flächenkonkurrenzen und eine stadtweite Einordnung der baulichen Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert. Unterschiedliche Positionen der Beteiligten führten zu einem differenzierten Aufzeigen und Erarbeiten von planerischen Spielräumen. Dies beinhaltete unter anderem das Ausloten eines angemessenen Verhältnisses von Baumasse zu Freiräumen, Diskussionen über eine maximale Höhe für potenzielle neue Baukörper sowie die Bestimmung der Nutzungen und Fragen der Gestaltung.
Wir möchten uns bei allen für die intensive und konstruktive Arbeit in der Workshop-Phase bedanken!
Am Dienstag dem 29. August 2023 ab 18:00 Uhr fand in der Schule am Grünen Gleis die Auftaktveranstaltung zum weiteren Vorgehen am Grünen Bahnhof Plagwitz statt. Über 300 Interessierte waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Planungen auf dem Gelände des Grünen Bahnhofs Plagwitz zu informieren. Zunächst stellte das Stadtplanungsamt die Entwicklungsgeschichte des Geländes vor. Anschließend präsentierte die Flächeneigentümerin LEWO AG ihre Vorstellungen einer baulichen Entwicklung. Im Abschluss der Veranstaltung könnten die Anwesenden Fragen stellen oder Vorstellungen über die künftige Entwicklung des Geländes äußern. Eine ausführliche Dokumentation der Auftaktveranstaltung ist weiter unten unter Downloads zu finden.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden für diesen gelungenen Austausch.
Weitere Informationen und Downloads
Bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans Nummer 380.1 „Grüner Bahnhof Plagwitz – Nordteil“ sind im Stadtplanungsamt über 900 einzelne Stellungnahmen eingegangen. Der überwiegende Teil der kritischen Hinweise und Anregungen beziehen sich auf die Flächen entlang der westlichen Ladestraße. Deshalb wird für den Teilbereich West der Planungsprozess in Verbindung mit einem besonderen Beteiligungsprozess fortgeführt. In moderierten Formaten werden Positionen und Ideen ausgetauscht, Verhandlungsspielräume ausgelotet und Nutzungs- und Entwicklungsoptionen verhandelt.
Seitens der Deutschen Bahn wurden im Frühjahr 2021 die potentiellen Bauflächen entlang der Ladestraße-West veräußert. Erkennbar ist die vielfältige Nutzungskonkurrenz auf der Fläche, die von gewerblichen Bedarfen über Wohnraum, Gastronomie, Artistik, weitere Bürgerprojektflächen, kulturelle Flächenangebote bis hin zur Erweiterung der öffentlichen Parkanlage reicht. Grundlage zur Durchführung des Beteiligungsprozesses sind ebenfalls zum Teil der Stadtratsbeschluss zum Antrag der Fraktion Die Linke Vorlage Nummer VII-A-06731 (abrufbar über das Ratsinformationssystem der Stadt Leipzig unter ratsinfo.leipzig.de) sowie die Petition „Grün statt Beton“. Der Verwaltungsstandpunkt zur Petition ist abrufbar über das Ratsinformationssystem der Stadt Leipzig unter der Vorlage Nummer VII-P-07364-VSP-01.







