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Aktueller Stand

In den vergangenen zwei Monaten wurde mit viel Engagement gesägt, geschraubt und gepinselt. Dank des tatkräftigen Einsatzes sind drei der vier geplanten Ausstattungselemente beziehungsweise Aktionsflächen bereits fertiggestellt und täglich in Nutzung. Auch die noch fehlenden Elemente – die Spiel- und Erfahrungswand für Kinder und die zweite Brunnenbank – werden im Laufe des Sommers realisiert. Ob zum Verweilen oder Begegnen – der Platz wird schon heute mit Leben gefüllt und zeigt, was gemeinschaftliches Engagement bewirken kann.

Meilensteine des Stadtplatzprojektes

  1. Mitte Dezember 2025 bis Ende Januar 2026

    Ideensammlung per Postkarte oder per Onlineabfrage

  2. Anfang Februar bis Mitte März 2026

    Ideenworkshops

  3. 24. März 2026

    Entscheidungswerkstatt

  4. April 2026

    Planungsphase

  5. Mai 2026

    Selbstbauphase

  6. 1. Juni 2026

    Eröffnungsfeier

  7. Ab Juni 2026

    Veranstaltungen

Von der Idee zur Umsetzung

2026 feiert Grünau sein 50-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum war Anlass, den Platz am PEP gemeinsam mit der Nachbarschaft neu zu gestalten und ihn mit neuen Angeboten zu beleben.

Die Neugestaltung des Platzes wird durch den Leipziger Modell-, Lebens- und Bildungsraum e.V. mit Unterstützung der Stadt Leipzig realisiert und mit Mitteln des Kommunalen Bürgerbudgets (KBB) des Freistaates Sachsen finanziert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. 

Von Dezember 2025 bis in den Sommer 2026 bestand die Möglichkeit, die eigenen Ideen in verschiedenen Beteiligungsstufen einzubringen.

1. Ideensammlung per Postkarte oder Onlinebeteiligung

Den Auftakt bildete die Ideensammlung. Zwischen Dezember 2025 und Ende Januar 2026 konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für den Platz entweder per Postkarte vor Ort in Grünau oder online einreichen. Anschließend wurde geprüft, welche Vorschläge realisierbar sind.

2. Ideenworkshops

Von Anfang Februar bis Mitte März 2026 fanden mehrere Ideenworkshops mit unterschiedlichen Nutzergruppen statt. Dort wurden die umsetzbaren Vorschläge aus der Postkarten- und Onlinebeteiligung gemeinsam diskutiert, weiterentwickelt und mit neuen Ideen ergänzt. Ziel war es, Ausstattungselemente zu entwickeln, die den Bedürfnissen möglichst vieler Nutzerinnen und Nutzer entsprechen.

Die Bürgerinnen und Bürger äußerten neben dem Wunsch nach mehr Pflege und weniger Vandalismus insbesondere das Anliegen, die Nachtruhe sicherzustellen. Als mögliche Lösung wurde der Einsatz mobiler Möblierung vorgeschlagen, die außerhalb der Geschäftszeiten entfernt werden kann. Im Workshop mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Seniorentreff „Nebenan“ wurden insbesondere zusätzliche Mülleimer und Sitzmöglichkeiten als wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Pflege des Platzes benannt.

Ergebnisse der Ideenworkshops

3. Entscheidungswerkstatt

Den Abschluss der Ideenphase bildete am 24. März 2026 die gemeinsame Entscheidungswerkstatt. Alle Teilnehmenden der Ideenworkshops waren eingeladen, die erarbeiteten Vorschläge gemeinsam zu diskutieren, ihre Vor- und Nachteile abzuwägen und ihre Vereinbarkeit zu prüfen. Ziel war die Entwicklung eines umsetzbaren und von allen getragenen Gesamtkonzepts für die Neugestaltung des Platzes.

Am Ende wurden vier Ausstattungselemente beziehungsweise Aktionsflächen für die Umsetzung ausgewählt:

  • zusätzliche Bepflanzung der Baumscheiben,
  • Holzsitzauflagen und Begrünung an der Brunneneinfassung,
  • ein Boulefeld,
  • eine Spiel- und Erfahrungswand für Kinder

4. Selbstbauwerkstatt

Ab Mai 2026 stand die gemeinsame Umsetzung der ausgewählten Ideen im Mittelpunkt. Bürgerinnen und Bürger konnten sich entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten aktiv beteiligen. Die Selbstbauwerkstatt war in drei Bauphasen gegliedert und richtete sich an Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen.

Handwerk – Wir schaffen die Grundlage

Unter fachkundiger Anleitung fertigten ehrenamtliche Handwerkerinnen und Handwerker aus Grünau in der Werkstatt des LEMO e. V. die Unterkonstruktionen der Pop-up-Elemente.

Montage – Wir setzen alles zusammen

Im zweiten Schritt wurden die vorbereiteten Bauteile in der Werkstatt sowie direkt auf dem Platz montiert und aufgebaut. Eingeladen waren alle Interessierten mit Heimwerkererfahrung oder Freude am Selbstbau.

Farbgebung und Bepflanzung – Wir gestalten und machen alles wetterfest

Zum Abschluss erhielten die Pop-up-Elemente ihre endgültige Farbgestaltung, Bepflanzung und einen witterungsbeständigen Anstrich. Alle Interessierten konnten die Elemente direkt vor Ort mitgestalten und eigene Farbakzente setzen.

Ergänzend fand eine gemeinsame Pflanzaktion statt. Dabei wurden die Baumscheiben sowie die integrierten Pflanzkübel der neuen Sitzlandschaft am Brunnen begrünt.

5. Einweihung

Am 1. Juni 2026 wurden die bis dahin fertiggestellten Ausstattungselemente im Rahmen der Jubiläumsfeier „50 Jahre Grünau“ feierlich eingeweiht. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die neuen Elemente gemeinsam zu entdecken und sich mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den am Projekt beteiligten Akteuren über den bisherigen Projektverlauf, die gesammelten Erfahrungen und die weiteren Entwicklungsperspektiven auszutauschen.

 

Rahmenbedingungen

Lageplan mit eingezeichnetem Umgestaltungsbereich

Der Platz am PEP befindet sich im nördlichen Abschnitt der Stuttgarter Allee und dient dem Einkaufszentrum PEP als Vorplatz. Ein großer Springbrunnen und mehrere ausgewachsene Bäume verleihen dem Platz am PEP seine schon heute attraktive Atmosphäre. Abgesehen von temporären Zufahrten, Flächen der Marktnutzung und Rettungswegen, die jederzeit freigehalten werden müssen, steht der überwiegende Teil des Platzes für neue Nutzungsangebote zur Verfügung.

Neben dem Einkaufszentrum PEP bilden elfgeschossige Wohnhochhäuser den baulichen Rand des Quartiersplatzes. Seine Lage an der Stuttgarter Alle sowie die Nähe zur Lützner Straße geben dem Platz seine Bedeutung als Fuß- und Radverkehrsknoten. 

Illustration einer Menschengruppe verschiedenen Alters

Das Projekt richtet sich an alle Interessierten – unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen. Jede und jeder mit Interesse, die eigene Nachbarschaft mitzugestalten, aufzuwerten oder weiterzuentwickeln, ist herzlich eingeladen, sich einzubringen. 

Die Umgestaltung des Platzes am PEP erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Phase – die Testphase - sollen Ideen aus der Nachbarschaft gesammelt und mit der Nachbarschaft zusammen gebaut werden. Mit einfachen und kurzfristig umsetzbaren Mitteln wird ausprobiert, wie der Platz besser genutzt werden kann. Alle Elemente werden – ganz im Sinne von Do-it-yourself-Projekten – von den Bürgerinnen und Bürgern unter Anleitung von Experten selbst gebaut. Die Ergebnisse dieser Erprobung helfen zu verstehen, was gut funktioniert und was weiterentwickelt werden sollte – für und mit der Nachbarschaft. In der zweiten Phase – der Ausbauphase – sollen die bewährten Elemente und Nutzungen verstetigt werden. 

Illustration einer Gruppe von Menschen umgeben von verschiedenen Werkzeugen

Im Vordergrund stehen Angebote, die Begegnung fördern. Das können gemeinschaftliche Sitzbereiche oder offene Aufenthaltsstrukturen sein, die den Austausch zwischen Nachbarinnen und Nachbarn unterstützen und den Platz zu einem lebendigen Treffpunkt machen. Ebenso können Grünflächen den Platz aufwerten und eine höhere Aufenthaltsqualität schaffen. 

Lärmintensive Nutzungen sind aufgrund des direkten Wohnumfeldes nicht denkbar. Da aus Haftungsgründen keine klassischen Spielplatzgeräte aufgestellt werden können, liegt der Schwerpunkt auf niederschwelligen, generationenübergreifenden Nutzungen, die für Menschen jeden Alters geeignet sind. Einfache Holzkonstruktionen sind für die Umsetzung mit der Nachbarschaft besonders geeignet.