Test for Echo
| Test for Echo | ||||
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| Studioalbum von Rush | ||||
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Veröffent- |
10. September 1996 | |||
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Format(e) |
CD | |||
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Titel (Anzahl) |
11 | |||
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Besetzung |
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Peter Collins und Rush | ||||
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Studio(s) |
Bearsville Studios, Woodstock; Reaction Studios, Toronto | |||
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Test for Echo lautet der Titel des 16. Studioalbums, das die kanadische Rockband Rush am 10. September 1996 veröffentlicht hat.
Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgenommen wurde das Album in den Bearsville Studios in Woodstock und in den Reaction Studios in Toronto. Peter Collins produzierte die Band zum vierten Mal. Martin Popoff zufolge fehlte diesmal jedoch ein Toningenieur wie Kevin Shirley, der beim Vorgänger Counterparts für einen harten Gitarrensound gesorgt hatte. Die Band habe zu dieser Zeit bereits einen teilweisen Rückzug ins Auge gefasst und sich als „gentleman rock craftsmen“ verstanden. Neil Peart hatte vor den Aufnahmen bei dem Schlagzeuglehrer Freddie Gruber Unterricht genommen und dabei auf die traditionelle Stockhaltung umgestellt.[1]
Musik und Texte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]„Driven“ ist eine sehr gitarrenlastige Nummer, die nach der zweiten Strophe ein Basssolo aufweist. „Half the World“ bezieht sich auf die Ungerechtigkeit in der Welt, in der eine Hälfte gut und zufrieden ist, während sie auf Kosten der anderen Hälfte lebt: „Half the world cries, half the world laughs. Half the world tries to be the other half.“
In „Virtuality“ bezieht sich Neil Peart auf das zunehmende Computerzeitalter und darauf, dass sich jeder rund um die Welt verständigen kann: „Net boy, net girl, send your signal round the world“ oder „Put your message in a modem and throw it in the Cyber Sea“. Dabei vergleicht er das Internet als virtuelles Land mit „footprints in the virtual sand“.
„Totem“ besingt ein religiös behaftetes Thema: die Leichtgläubigkeit an irgendwelche Gottheiten. „I believe in what I see, I believe in what I hear“ heißt es im Refrain.
Bei Live-Auftritten zeigen die drei Musiker, dass die Bearbeitung für die Bühne anders ausfallen kann: „Resist“ wurde auf der R30-Tournee in reduzierter Form aufgeführt, nur mit zwei akustischen Gitarren und der grellen Stimme von Geddy Lee.
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Album erreichte Platz 5 der US-amerikanischen Billboard 200 und wurde in den Vereinigten Staaten mit Gold ausgezeichnet. Aus dem Album wurden fünf Singles ausgekoppelt, die sich überwiegend in den Mainstream-Rock-Charts platzierten. Nachhaltig im Gedächtnis blieben laut Popoff vor allem das Titelstück und „Driven“. Album und anschließende Tournee verliefen insgesamt in gemächlichem Tempo.[2]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im eclipsed-Buch Rock (2013) wird Test for Echo mit „Verlegenheitskauf“ bewertet, der zweitniedrigsten von fünf Kategorien der Skala. Selbstzweifel und Zukunftsängste hätten die Songwriting-Sessions begleitet. Das Ergebnis sei ein „unaufgeregtes, fast schon bequemes Album“, das im Vergleich zum Vorgänger Counterparts zwar edler und abwechslungsreicher produziert sei, aber noch immer die Gitarrenpower der Band betone. Einige Songs wiesen jedoch „unüberhörbare Längen“ auf, und auch die Texte fielen nicht so brillant aus wie gewohnt.[3] Der Pressespiegel des Buchs zitiert zwei zeitgenössische Urteile: Der Rock Hard sah im Oktober 1996 eine „gelungene Synthese aus den Rush-Meisterwerken der achtziger und frühen neunziger Jahre“ mit einem frischen, brillanten Sound. Die Zeitschrift Visions bescheinigte dem Album, sich nahtlos in die Reihe der früheren Veröffentlichungen einzufügen, trotz aller Homogenität und Reife klängen Rush aber „domestiziert wie nie“.[3]
Martin Popoff beschrieb das Album in seinem Buch Rush: Album by Album (2017) als eine Platte, die „auf dem Papier seltsam heavy“, im Klang aber „zu Tode weichgepolstert“ sei.[1]
Steve Wright vom Onlineauftritt des britischen Magazins BBC Music Magazine (classical-music.com) setzte das Album im Februar 2026 auf den vorletzten Platz seiner Rangliste der 19 Rush-Studioalben. Er lobte zwar das Schlagzeugspiel von Neil Peart und das präzise Zusammenspiel, das Songwriting wirke jedoch weniger inspiriert als auf früheren Alben. „Driven“ und „Resist“ böten dennoch einprägsame Momente.[4] Al Shipley wählte es im Februar 2025 in der Rangliste „Every Rush Album, Ranked“ des Magazins Spin auf Platz 15. Er nannte das Titelstück den letzten Nummer-eins-Hit der Band im US-amerikanischen Rockradio und hob einige schwungvolle Arrangements hervor. „Dog Years“ und „Virtuality“ enthielten dagegen einige der unbeholfensten Texte, die Peart je geschrieben habe.[5]
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Test for Echo – 5:55
- Driven – 4:26
- Half the World – 3:43
- Colour of Right – 4:49
- Time and Motion – 5:01
- Totem – 4:58
- Dog Years – 4:55
- Virtuality – 5:43
- Resist – 4:23
- Limbo – 5:29
- Carve Away the Stone – 4:06
Besetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geddy Lee – Bass, Keyboards, Gesang
- Alex Lifeson – E- und Akustikgitarren, Mandola
- Neil Peart – Schlagzeug, Perkussion, Hackbrett
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 142 (englisch).
- ↑ Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 144 (englisch).
- 1 2 Mike Borrink, Marcus Wicker, Sascha Seiler: Rock. Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Sysyphus Verlag, Aschaffenburg 2013, ISBN 978-3-86852-646-2, S. 222.
- ↑ Steve Wright: Canada calling: all 19 Rush albums ranked, from worst to best. In: classical-music.com. 10. Februar 2026, abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Al Shipley: Every Rush Album, Ranked. In: Spin. 12. Februar 2025, abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).