MeinungWahl in SpanienWenn die Linke tut, was die Linke tun muss

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Kommentar von Karin Janker

Lesezeit: 2 Min.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez könnte in diesen Tagen recht zufrieden sein. Eigentlich.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez könnte in diesen Tagen recht zufrieden sein. Eigentlich.
EMMANUEL DUNAND/AFP

Weniger Arbeitslose, ein höherer Mindestlohn und eine geringe Inflation: Die wirtschaftspolitische Bilanz der Regierung Sánchez kann sich sehen lassen. Doch vor der Wahl interessiert das kaum jemanden.

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Einer der häufigsten Vorwürfe an linke Politik lautet, sie würde sich heute vor allem auf identitäts- und symbolpolitische Themen konzentrieren und darüber ihre eigentliche Stammklientel vernachlässigen: sozial benachteiligte Menschen, Arbeiterschaft und untere Einkommensklassen. Gerne kommt dieser Vorwurf auch als Selbstkritik von Teilen der Linken selbst. Am Beispiel Spanien werden in diesen Tagen zwei Dinge deutlich: Erstens geht der Einsatz für LGBTQ-Rechte oder Feminismus nicht zwangsweise auf Kosten eines linken Kernanliegens wie der Verteilungspolitik und der Unterstützung finanziell Schlechtergestellter. Und zweitens: Selbst wenn er das nicht tut, wird Identitätspolitik spätestens im Wahlkampf trotzdem zum zentralen Thema. Weil die Rechte das so will.

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