MeinungEntwicklungszusammenarbeitWenn jeder nur an sich denkt, ist eben nicht an alle gedacht

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Kommentar von Michael Bauchmüller

Lesezeit: 3 Min.

Flüchtlinge aus dem Sudan warten nach der Überquerung der Grenze in den Südsudan: Bei der Entwicklungshilfe geht es um die Idee globaler Solidarität, nicht um den wirtschaftlichen Nutzen.
Flüchtlinge aus dem Sudan warten nach der Überquerung der Grenze in den Südsudan: Bei der Entwicklungshilfe geht es um die Idee globaler Solidarität, nicht um den wirtschaftlichen Nutzen.
Eva-Maria Krafczyk/dpa

Die Debatte um die deutsche Entwicklungshilfe wird zunehmend verengt auf ihren Nutzen für die Wirtschaft. Das ist kurzsichtig und dezimiert die Rolle der Bundesrepublik in der Welt.

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Vorige Woche im Deutschen Bundestag, es geht um Einzelplan 23 des Bundeshaushalts: das Entwicklungsministerium. Die zuständige Ministerin von der SPD erklärt ausgiebig, wie ihre Politik die deutsche Exportwirtschaft stützt. „Unsere Wirtschaftskraft, unser Wohlstand leben von internationaler Zusammenarbeit“, sagt Reem Alabali Radovan. Unionsabgeordneten fällt dazu noch ein, dass diese Zusammenarbeit auch Rohstoffe sichern kann, und selbst eine Grünen-Abgeordnete streicht hervor, dass ein Euro für die Entwicklungshilfe 2,50 Euro an zusätzlichen Exporten bringt. Hilfe zur Selbsthilfe, diesmal andersherum: So weit ist es gekommen mit der deutschen Entwicklungspolitik.

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