König Willem-Alexander im Airbus-Cockpit: Neuer Karriere-Abschnitt.

Flug nach BukarestKönig Willem-Alexander steuerte erstmals einen A321 Neo von KLM

Seit Jahren fliegt König Willem-Alexander regelmäßig für KLM. Nun hat der niederländische Monarch eine weitere Premiere gefeiert: Er absolvierte seinen ersten Flug mit Passagieren als Kopilot auf einem Airbus A321 Neo.

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Bei KLM ist der Name Royal Dutch Airlines Programm. Denn für die niederländische Fluggesellschaft sitzt regelmäßig der König höchstpersönlich im Cockpit. Nun hat Willem-Alexander dabei eine Premiere gefeiert: Er steuerte erstmals einen Airbus A321 Neo.

Der Monarch absolvierte seinen ersten kommerziellen Flug auf dem neuen Modell. Es handelte sich um die Flüge KL1373 und KL1374 von Amsterdam nach Bukarest und zurück. Erst am 6. Juni hatte er die Musterberechtigung für den Airbus A321 Neo erhalten.

Willem-Alexander wechselt von Boeing auf Airbus

Für die niederländische Airline ist der Flug mit Willem-Alexander auch ein Symbol für den laufenden Flottenumbau. KLM verabschiedet sich schrittweise von der Boeing 737 und ersetzt sie durch Airbus A320 Neo und A321 Neo.

Willem-Alexander vor dem neuen Flugzeug in Bukarest.

Bereits Mitte März hatte der König seinen letzten Linienflug auf einer Boeing 737 für KLM absolviert. Wenige Wochen später folgte ein weiterer Abschied: Anfang Mai steuerte er zum letzten Mal den niederländischen Regierungsjet, eine Boeing 737-700 BBJ. Das Königshaus kündigte damals bereits an, dass sich der 59-Jährige künftig vollständig auf die Airbus-A320-Neo-Familie konzentrieren werde.

Unerkannt im Cockpit von KLM unterwegs

Für Willem-Alexander ist das Fliegen weit mehr als ein Hobby. Seine erste Privatpilotenlizenz erhielt er bereits 1985. Später flog er unter anderem für Hilfsorganisationen in Kenia. 1989 folgte die Berufspilotenlizenz, 2001 die Verkehrspilotenlizenz. Seit 1996 ist er als Gastpilot für KLM aktiv. Bis zur Ausmusterung 2017 flog er die Fokker 70, anschließend die Boeing 737. Seine Einsätze für die Airline absolviert er unbezahlt, um seine Lizenz aufrechtzuerhalten.

Wie wichtig ihm das Fliegen ist, verriet der König vor einigen Jahren in einem Podcast des Königshauses. Im Cockpit könne er alles andere ausblenden, erklärte er damals. «Man trägt die Verantwortung für ein Flugzeug mit bis zu 180 Passagieren.» Gerade diese Verantwortung mache für ihn den Reiz aus. Er fliege zwei bis drei Mal pro Monat und denke nicht daran aufzuhören. Das Arbeiten mit der Crew und das gemeinsame Absolvieren eines Fluges bereiteten ihm nach wie vor große Freude.

Willem-Alexander wollte unerkannt bleiben

Lange versuchte Willem-Alexander dabei, möglichst unauffällig zu bleiben. Bei den Bordansagen nannte er seinen Namen nicht. Stattdessen begrüßte er die Passagiere gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Cockpit. Auch eine Pilotenmütze war ihm zeitweise lieb, wie er selbst erzählte. Sie half ihm nach eigenen Worten dabei, am Flughafen Amsterdam etwas weniger Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ganz verborgen blieb seine Identität allerdings nie. Mit dem ersten Linienflug auf dem Airbus A321 Neo beginnt nun das nächste Kapitel einer der ungewöhnlichsten Pilotenkarrieren Europas.

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