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Walter Tresch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Walter Tresch
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 4. Mai 1948
Geburtsort Bristen, Schweiz
Grösse 177 cm
Gewicht 70 kg
Sterbedatum 29. August 2026
Sterbeort Lantsch/Lenz, Schweiz
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom, Slalom,
Kombination
Karriereende 1977
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber Sapporo 1972 Kombination
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 1970
 Einzel-Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 5. (1975/76)
 Abfahrtsweltcup 5. (1970/71)
 Riesenslalomweltcup 11. (1971/72)
 Slalomweltcup 4. (1972/73)
 Kombinationsweltcup 1. (1975/76)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 0 2
 Riesenslalom 0 0 1
 Slalom 0 1 2
 Kombination 3 1 2
 Parallel-Rennen 0 0 1
 

Walter Tresch (* 4. Mai 1948 in Bristen; † 29. August 2026 in Lantsch/Lenz) war ein Schweizer Skirennfahrer. Im Weltcup gewann er insgesamt eine Abfahrt und drei Kombinationen. 1976 wurde er Erster der (inoffiziellen) Gesamtwertung in der Kombination.

Sportliche Erfolge

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Tresch errang im Weltcup insgesamt 14 Podestplätze, davon vier Siege. Seinen ersten Sieg feierte er überraschend 1971 bei der Abfahrt in St. Moritz, dem Ersatzrennen für die wegen Schneemangels abgesagte Lauberhorn-Abfahrt, mit der hohen Nummer 39. Dabei profitierte er von einer schnelleren Piste aufgrund höherer Temperaturen. Die Fotografen hatten den Sieg seines bis dahin führenden Landsmannes Bernhard Russi schon für ausgemacht gehalten und waren bereits zur Übermittlung ihrer Bilder an die Redaktionen abgereist; sie erfuhren von der Änderung aus dem Autoradio und kehrten um. Für sie stieg Walter Tresch nochmals die Piste hoch, um ein zweites Mal über den Zielsprung zu fahren.[1] Dazu kamen in den Saisons 1975/76 und 1976/77 insgesamt drei Weltcupsiege in der Kombination.

Bei den in die Olympischen Winterspiele 1972 in Sapporo integrierten Skiweltmeisterschaften gewann der Urner Silber in der Kombinationswertung, was jedoch damals nicht als olympische Medaille zählte. Am 5. Dezember 1976 gewann er im Rahmen der sogenannten World Series of Skiing den nur für den Nationencup zählenden Parallelslalom in St. Moritz vor Ingemar Stenmark.[2]

Tresch war Inhaber einer Einzelfirma für den Handel mit Wein und Sportartikeln.[3] Nach ihm ist eine Sportförderungsstiftung in Silenen benannt.[4] Walter Tresch, der verheiratet und vierfacher Vater war, lebte 2024 in Lantsch/Lenz.[1] Er starb nach längerer Erkrankung am 29. August 2026 zu Hause im Alter von 78 Jahren.[5]

Olympische Spiele (auch WM)

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Weltmeisterschaften

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Weltcupwertungen

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Walter Tresch gewann einmal die Disziplinenwertung in der Kombination.

Saison Gesamt Abfahrt Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
1969/7034.14––23.624.8––
1970/7113.525.46––21.6––
1971/7213.4912.1911.2620.4––
1972/7314.64––23.54.57––
1973/7420.29––13.1012.19––
1974/7514.5018.6––17.3––
1975/765.9818.1014.610.171.65
1976/7713.8917.15––8.34––
Datum Ort Staat Disziplin
16. Januar 1971St. MoritzSchweizAbfahrt
9. Januar 1976Garmisch-PartenkirchenDeutschlandKombination
25. Januar 1976KitzbühelÖsterreichKombination
23. Januar 1977WengenSchweizKombination

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Das verrückte Rennen von Walter Tresch, Schweizer Illustrierte, 1. Januar 2025.
  2. ↑ Hans-Ulrich Landolf: Schweizer Siege zum Abschluss der World Series in St. Moritz. Parallelslalom auf dem Weg zu einer Attraktion? In: Neue Zürcher Zeitung. 6. Dezember 1976, S. 35.
  3. ↑ Walter Tresch. In: Moneyhouse. 25. Juli 2001.
  4. ↑ Walter-Tresch-Stiftung zur sportlichen Förderung der Gemeinde Silenen. In: Moneyhouse. 6. Juli 2021.
  5. ↑ Ehemaliger Skirennfahrer Walter Tresch ist gestorben. In: Urner Zeitung. 1. September 2026, abgerufen am 1. September 2026.