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Ringspinnen

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Das Ringspinnen ist eine Herstellungsart von Garnen aus textilen Stapelfasern.[1]

Technik des Ringspinnens

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Ablauf des Ringspinnens
Ringspinnmaschine mit Abziehvorrichtung (ca. 1988)
Kammgarn-Ringspinnen (2014)

Auf dem Bild rechts ist der Ablauf des Ringspinnens sichtbar:

Zwischen 3 Paar Walzen des Streckwerks (1) wird Vorgarn verfeinert. Der auslaufende Faden (2) geht durch den Fadenführer (3) und den Ringläufer (4) zur Spindel mit Hülse (6). Durch die Rotation des Spindels (6) wird der Ringläufer mitgeschleppt, dem Faden wird bei jeder Umdrehung des Ringläufers eine Drehung erteilt und um die Hülse gewickelt. Der Ring mit Läufer ist auf der Bank (5) befestigt, die sich entsprechend der Dichte der Garnwindung vertikal bewegt.[2]

Bauweise und Verwendung der Ringspinnmaschine

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(Beispiel einer Maschine vom Baujahr 2026):

Die Machine wird mit maximal 1824 Spindeln gebaut, die bis 28000 Touren/Min. erreichen. Mit einem Drei-Paar-Walzenstreckwerk kann das vorgelegte Vorgarn bis 80fach verfeinert werden. Die Maschine ist für die Produktion von Baumwoll- und Baumwollmischgarnen im Feinheitsbereich 4–60 tex (Faserlänge bis 63 mm). Bestandteil der Maschine ist eine Kops-Abziehvorrichtung, Zeit zum Wechseln voller Kopse für leere Hülsen beträgt 180 Sekunden pro Maschine. Kopse können automatisch zur Spulmaschine transportiert werden.

An der Maschine kann ein fahrbares Gerät zum automatischen Fadenbruchbeheben verwendet werden. Die Treffsicherheit beim Beheben wird mit 95 % angegeben. Bei Bedarf kann die Maschine mit einer Vorrichtung zur Herstellung von Effekt-, Umwindungs- oder Sirogarnen ([3]) ausgestattet werden.[4]

Geschichte der Rinspinnmaschine

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1828 hat Amerikaner Thorp das Patent über eine Ringspinnmaschine eingereicht, die sich von der Arkwwrights Waterframe (von 1779) dadurch unterschied, dass sie zum Garnaufwinden statt Flügel einen steifen Ring besaß.[5] Die Erfindung wurde in den folgenden Jahren modifiziert, bis im Jahr 1833 die erste Ringspinnmaschine hergestellt wurde (bei der Firma Mason).[6] die serienmäßige Fertigung hat jedoch erst in den 40er (Whitin) und in den 50er Jahren bei der US-Firma Lowell angafangen[7] und später bei der englischen Firma Platt.[8]

Die Ringspinnmaschinen haben sich trotz einiger Mängel gut bewährt, insbesondere für die Fertigung von Baumwollgarnen. Im Jahr 1913 waren weltweit im Betrieb 120 Millionen Spinnspindeln, davon etwa 50 % auf Ringspinnmaschinen (die zweite Hälfte auf damals noch konkurrenzfähigen Selfaktoren).[9]

2023 waren weltwet 232 Millionen Ringspinn-Spindeln in Betrieb[10] mit der Gesamtproduktion über 30 Millionen Tonnen Baumwoll-, Baumwollmischggarne und Kammgarne.[11]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Ring Spinning, the widely used yarn formation technique. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  2. ↑ Gries/Veit/Wulfhosrst: Textile Fertigungsverfahren. Carl Hanser Verlag München 2019, ISBN 978-3-446-45866-6, S. 113–114.
  3. ↑ Spinnen in 3 Minuten verstehen. Abgerufen am 8. Juli 2026.
  4. ↑ Ring spinning machine G 38. (PDF) Abgerufen am 8. Juli 2026.
  5. ↑ Patents for John Thorp. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  6. ↑ Textile Texts for Cotton Manufacturers. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  7. ↑ Emergence of Ring Spinning. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  8. ↑ Platt Collection. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  9. ↑ Technological Evolution in Cotton Spinning, 1878-1933. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  10. ↑ Short-staple spinning industry. Abgerufen am 5. Juli 2026.
  11. ↑ link. (PDF) Abgerufen am 2. Juli 2026.