Zum Inhalt springen

Karambolage (Arte)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fernsehsendung
Titel Karambolage
Produktionsland Frankreich Frankreich
Deutschland Deutschland
Originalsprache Französisch
Deutsch
Genre Wissens- und Dokumentationssendung
Länge 12 Minuten
Ausstrahlungs­turnus wöchentlich (sonntags)
Produktions­unternehmen Arte
Idee Claire Doutriaux
Premiere 4. Jan. 2004 auf Arte

Karambolage ist eine seit 4. Januar 2004 ausgestrahlte, ca. 11-minütige Fernsehsendung[1] auf Arte und in der ARDmediatek abrufbar[2], konzipiert von der französischen Filmemacherin Claire Doutriaux. Wöchentlich werden deutsch-französische Eigenheiten und Kuriositäten auf künstlerische, humorvolle und experimentelle Art und Weise vorgestellt und erklärt.[3] Für die „Idee, Gestaltung und Realisation“ dieser Sendung erhielt Claire Doutriaux 2006 den Adolf-Grimme-Preis in der Wettbewerbskategorie „Spezial“.[4]

Inhalt der Sendung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb wechselnder Rubriken („der Gegenstand“, „das Wort“, „der Brauch“, „das Archiv“, „das Symbol“ etc.) werden den Zuschauern jeweils unter dem Blickwinkel des Fremden verschiedene interessante etymologische und kulturelle Zusammenhänge oder Unterschiede der deutschen und französischen Alltagskultur nahegebracht.[4]

Formal werden Grafik und Animationen favorisiert. Es gibt aber auch Spielszenen, die jedoch durch Bluebox-Verfahren verfremdet und tricktechnisch bearbeitet werden. Bei den Animationen werden oft Collage-Elemente mit Zeichnungen kombiniert. Verwendete Archivaufnahmen bei Bildanalysen erfahren ebenfalls eine grafische Bearbeitung.[5]

Eine feste Instanz am Ende jeder Sendung ist „Das Rätsel“. Dies ist ein kurzes Video einer Alltagsszene, bei dem die Zuschauer anhand eines Indizes herausfinden müssen, ob es in Deutschland oder Frankreich aufgenommen wurde. Die Antwort konnte früher per e-mail an arte gesendet werden, heute muss man sich dafür bei seinem arte-Konto einloggen. Per Zufall wird dann ein Zuschauer bzw. eine Zuschauerin ausgewählt und bekommt bei Nennung der korrekten Lösung eine „kleine Belohnung“, wie es am Ende des Rätsels aus dem Off heißt.[6][7]

Der Ausstrahlungstermin wechselte mehrmals. Seit Januar 2024 wird die Sendung in Deutschland sonntags um 18.25 Uhr auf Arte im Mehrkanalton (deutsch/französisch) gezeigt, in Frankreich um 19:30 Uhr. Sie dauert ungefähr 11 Minuten.[1] Wiederholt wird die Sendung unregelmäßig gegen 6.45 Uhr im Frühprogramm der darauf folgenden Woche. Alle Sendungen der letzten Jahre stehen zudem auf der Homepage der Sendung zur Verfügung.

Am 10. Februar 2019 wurde die 500. Folge von Karambolage ausgestrahlt.[8]

Der Etat von Arte reicht für 40 Sendungen im Jahr. Bei 52 Kalenderwochen müssen somit in mindestens 12 Wochen Wiederholungen ausgestrahlt werden oder die Sendungen komplett entfallen. In Deutschland sehen ca. 80.000 Zuschauer, in Frankreich ca. 500.000 Zuschauer die Serie an. Grundsätzlich hat ARTE in Deutschland aufgrund der unterschiedlichen Struktur der Fernsehlandschaft ein zahlenmäßig kleineres Publikum als in Frankreich.[6]

Weitere Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Sendung erschienen zunächst zehn[9] DVDs im Absolut Medien Verlag. Nach der ersten DVD Karambolage erschienen Karambolage 1 bis Karambolage 10, wobei Karambolage und Karambolage 1 im Inhalt gleich sind und sich nur vom Cover unterscheiden. Die DVDs 3 bis 10 erschienen nur als Bestandteil von Sets à 5 DVDs, ebenso Folgen 11 bis 15 als Set, in Deutschland erhältlich.

Die Bücher Karambolage (2004), Karambolage 2 (2007) und Karambolage – Das Beste vom Besten (2017) sind auf Deutsch beim Knesebeck Verlag (siehe Literatur) erschienen, auf Französisch bei Éditions du Seuil.

  • Kathrin Uhde: KARAMBOLAGE oder die deutsch-französischen Eigenarten mit fremden Augen sehen. Eine interkulturelle Fernsehanalyse. Avinus, Berlin 2007, ISBN 978-3-930064-70-0.
  • Karambolage: Kleines Buch der deutsch-französischen Eigenarten, Knesebeck Verlag, München 2006, ISBN 978-3-896603-51-7
  • Karambolage 2: Kleines Buch der deutsch-französischen Eigenarten, Knesebeck Verlag, München 2007, ISBN 978-3-896604-82-8
  • Karambolage – Das Beste vom Besten: Das Buch der deutsch-französischen Eigenarten, Knesebeck Verlag, München 2013, ISBN 978-3-868735-76-5
  1. 1 2 imfernsehen GmbH & Co KG: Karambolage Folge 1: Karambolage 1. 4. Januar 2004, abgerufen am 6. Februar 2026.
  2. ↑ Karambolage bei Arte: „Das Bilderrätsel vom alten Fritz“. 10. März 2024, abgerufen am 6. Februar 2026.
  3. ↑ Karambolage. Archiviert vom Original am 13. Oktober 2024; abgerufen am 6. Februar 2026.
  4. 1 2 42.Grimme-Preis 2006, Claire Doutriaux (ARTE). Abgerufen am 6. Februar 2026 (deutsch).
  5. ↑ Irgendwas mit ARTE und Kultur: Der Weg einer Karambolage Folge: Philipp Seefeldt | Making of | ARTE. 30. Dezember 2025, abgerufen am 6. Februar 2026.
  6. 1 2 Bezirk Unterfranken: Es lebe der kleine Unterschied! (1. Dezember 2015). Abgerufen am 6. Februar 2026.
  7. ↑ Irgendwas mit ARTE und Kultur: Wie entsteht eine Karambolage-Folge? | Making of | Karambolage | ARTE. 2. November 2025, abgerufen am 6. Februar 2026.
  8. ↑ TV-Programm von Arte am 10. Februar 2019 (Memento vom 13. Februar 2019 im Internet Archive) Abgerufen am 12. Februar 2019.
  9. ↑ Arte DVD Liste (Memento vom 28. Januar 2013 im Internet Archive). Arte Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  10. ↑ Arte Karambolage 1 Arte Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  11. ↑ Karambolage 1. In: absolutmedien.de. Archiviert vom Original am 17. Februar 2013; abgerufen am 8. April 2016.
  12. ↑ Arte Karambolage 2 Arte Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  13. ↑ Karambolage 2. In: absolutmedien.de. Archiviert vom Original am 17. Februar 2013; abgerufen am 8. April 2016.
  14. ↑ Open ISBN Karambolage 1+2 (Memento vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive) Open ISBN Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  15. ↑ Arte Karambolage 1–5 Arte Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  16. ↑ Karambolage 1–5. In: absolutmedien.com. Archiviert vom Original am 15. Februar 2013; abgerufen am 8. April 2016.
  17. ↑ Arte Karambolage 6–10 Arte Website. Abgerufen am 21. Januar 2013.
  18. ↑ Karambolage 6–10. In: absolutmedien.de. Abgerufen am 8. April 2016.