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KZ Alt-Daber

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Das Konzentrationslager Alt-Daber (kurz KZ Alt-Daber) war ein frühes Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus. Auf Initiative des Landrates des Kreises Ostprignitz errichtete es im April 1933 die SA-Standarte II/39 in den Kellerräumen der Lungenheilstätte Devo in Alt-Daber nahe der brandenburgischen Stadt Wittstock/Dosse. Mit Einlieferung der ersten zwölf Häftlinge am 28. April 1933 begann die Nutzung als sogenanntes „wildes“ oder „frühes“ KZ. Die Häftlinge waren überwiegend Kommunisten aus dem Kreis Ostprignitz. Nach der Auflösung am 13. Juli 1933 brachte man die Gefangenen in das KZ Oranienburg.[1]

Als die Schließung bevorstand, bat die Gemeinde Wittstock beim Regierungspräsidenten in Potsdam um Aufschub. Das Argument war rein wirtschaftlicher Art: Wittstock sei mit drei Millionen Reichsmark verschuldet und könne deswegen die Arbeitskosten von 27.500 RM für den Bau einer Zufahrtsstraße nicht zahlen. Man brauche also die Gefangenen des KZs als kostenlose Arbeiter. Potsdam genehmigte einen Aufschub um zwei Wochen.[2]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Günter Morsch, S. 104.
  2. ↑ Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 2A I Pol. 1183, fol. 55, 86–89, 91–93

Koordinaten: 53° 12′ 20″ N, 12° 30′ 7,6″ O