Zum Inhalt springen

Generationentheorie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Generationentheorie ist eine Theorie der Sozialwissenschaften, nach denen die Mitglieder einer nationalen Gesellschaft ihrem Geburtsjahr nach in sozial kohärente Gruppen (bei Mannheim: Kohorten), die sogenannten Generationen unterschieden werden können. Diese Theorie geht im deutschsprachigen Raum auf ein 1928 verfasstes Dokument von Karl Mannheim zurück, hat aber ihre Ursprünge weit früher bei verschiedenen französischen und italienischen Gelehrten.[1] Für die Vereinigten Staaten wurde eine spezielle Abwandlung Mannheims Theorie entwickelt, die Strauss-Howe-Generationentheorie, welche sogar einen auf die Westliche Welt verallgemeinernden Geltungsanspruch beinhaltet.

Die zeitliche Einteilung erfolgt dabei anhand der für die entsprechende Gruppe prägenden Kulturträger, politischer bzw. historischer Ereignisse und den daraus resultierenden allgemeinen Lebensumständen, der sogenannten Lagerung. Der Begriff der Generationentheorie selbst wurde allerdings nicht von Karl Mannheim geprägt, sondern so wurde seine Abhandlung erst später bezeichnet. Wichtig zu beachten ist, dass es sich bei den Generationen nicht um soziale Gruppen handelt, sondern diese theoretische Einteilung bloß auf der "verwandten Lagerung der einer Generation zurechenbaren Individuen im sozialen Raume beruht".

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Karl Mannheim: Das_Problem_der_Generationen#cite_note-ftn1-1#cite_note-ftn1-1 Karl Mannheim, "Das Problem der Generationen". In: 100[0] Schlüssel Dokumente. Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V., archiviert vom Original am 1. September 2026; abgerufen am 20. September 2026.