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Deportivo A Coruña

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Deportivo A Coruña
Basisdaten
Name Real Club Deportivo de A Coruña S.A.D.
Sitz A Coruña, Spanien
Gründung 2. März 1906
Präsident Juan Carlos Escotet Rodríguez
Website rcdeportivo.es
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Antonio Hidalgo
Spielstätte Estadio Riazor
Plätze 34.889
Liga Primera División
2025/26 2. Platz   (Segunda División)
Heim
Auswärts
Ausweich

Der Real Club Deportivo de A Coruña (deutsch Königlicher Sportclub von A Coruña, galicisch Deportivo da Coruña; bis Juni 2026 Real Club Deportivo de La Coruña), kurz RC Deportivo oder Dépor und im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als Deportivo A Coruña (bzw. bis 2026 Deportivo La Coruña), ist ein Fußballverein aus der galicischen Stadt A Coruña (spanisch La Coruña).

Die erfolgreichste Zeit der Mannschaft waren die 1990er und die 2000er Jahre, als sie durchgängig in der Primera División spielte, einmal spanischer Meister wurde, zweimal den spanischen Pokal gewann sowie mehrere Male an den internationalen Wettbewerben teilnahm, wo der größte Erfolg das Erreichen des Halbfinals der Champions League 2004 darstellte. 2018 folgte der Abstieg in die Segunda División, ehe man 2020 in die Segunda División B abstieg. Nach der Ligenreform spielte man ab der Saison 2021/22 in der drittklassigen Primera División RFEF (ab 2022 Primera Federación). 2024 gelang die Rückkehr in die Zweitklassigkeit und 2026 schließlich die Rückkehr in die Primera División.

La Liga-Trophäe 99/00. Deportivo ist eines der neun Meisterteams der La Liga.
Logo bis Juni 2026 mit dem Stadtnamen „La Coruña“

Der Club wurde am 2. März 1906 gegründet.

In der Saison 1941/42 spielte er erstmals in der Vereinsgeschichte erstklassig.

1993 qualifizierte sich Depor erstmals für einen internationalen Wettbewerb. 1995 gewann das Team den spanischen Pokal, im Jahr 2002 gelang dies erneut. Den ersten und bislang einzigen spanischen Meistertitel feierte man 2000. Zuvor hatte der Verein 1994 am letzten Spieltag die erste Chance auf den spanischen Meistertitel vergeben, nachdem er zu Hause gegen den FC Valencia nur 0:0 gespielt hatte und der FC Barcelona durch einen 5:2-Sieg gegen den FC Sevilla noch an Depor vorbeiziehen hatte können. 1995, 2000 und 2002 wurde der spanische Supercup gewonnen.

2003 wurde Roy Makaay, der seit 1999 für den Klub spielte, für die vereinsinterne Rekordsumme von 18,7 Mio. € Ablöse an den FC Bayern München verkauft. In der Champions-League-Saison 2002/03 hatte er alle drei Treffer bei Deportivos überraschendem 3:2-Sieg in München erzielt.

In der Saison 2003/04 erreichte der Verein das Halbfinale der UEFA Champions League. Auf dem Weg schaltete man unter anderem Juventus Turin aus. In dieser Saison gab es eine legendäre Niederlage. Mit 8:3 verlor Deportivo im torreichsten Spiel der bisherigen Champions League gegen Monaco. Im Viertelfinale stand er dem Titelverteidiger AC Mailand gegenüber. Nach einer 1:4-Auswärtsniederlage schien der europäische Traum für Depor bereits ausgeträumt, doch ein 4:0-Heimsieg in La Coruña wendete das Blatt und brachte die Mannschaft ins Semifinale. Dort schied sie gegen den späteren Champion FC Porto mit 0:0 und 0:1 aus.

Nach der Saison 2004/05 verließ der Erfolgstrainer Javier Irureta aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse (nur 8. Platz in der Primera División) nach acht überaus erfolgreichen Jahren den Klub. Auf Besserung wartete man vergeblich. Am Ende der Folgesaison stand die Mannschaft ebenfalls auf Platz acht. Jedoch gelang in der Copa del Rey mit dem Halbfinaleinzug ein kleiner Erfolg, wo die Mannschaft am späteren Sieger Espanyol Barcelona knapp scheiterte (1:2; 0:0). In der Liga setzte sich der sportliche Niedergang in der Saison 2006/07 fort, welche lediglich auf Platz 13 beendet wurde. Im Pokal stieß man erneut bis ins Halbfinale vor, wo der Club dem FC Sevilla in zwei Spielen klar unterlag (0:3; 0:2). Nachdem er in der Saison 2007/08 lange gegen den Abstieg gekämpft hatte, belegte der Verein am Ende den 9. Tabellenplatz. Der neunte Platz berechtigte zur Teilnahme am UI Cup, wodurch man erstmals seit 2005 wieder im Europapokal spielte. Nachdem man den israelischen Vertreter FC Bnei Sachnin ausgeschaltet hatte (2:1 und 0:1), gelang man in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Nachdem man dort Hajduk Split und, in der ersten Runde, Brann Bergen bezwang, qualifizierte man sich für die Gruppenphase des Wettbewerbs.

In der Gruppenphase traf man auf ZSKA Moskau, AS Nancy, Lech Posen und Feyenoord Rotterdam. Die Gruppenphase bestand der Club als Tabellenzweiter, wodurch er ins Sechzehntelfinale kam. Dort scheiterte man überraschend am dänischen Außenseiter Aalborg BK.

Die Saison 2008/09 war die bisher letzte Spielzeit, in welcher der Club international vertreten war. In der Saison 2009/10 spielte er phasenweise um die Teilnahme an der UEFA Europa League 2010/11 mit. Jedoch brach die Leistung Mitte der Rückrunde ein, und man beendete die Saison als zehnter.

In der Saison 2010/11 kämpfte man lange um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag verlor der Verein zuhause mit 0:2 gegen den FC Valencia und stieg nach 20 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit wieder in die Segunda División ab. In der Saison darauf gelang einen Spieltag vor Saisonende, mit 91 Punkten und deutlichem Vorsprung, der direkte Wiederaufstieg vor dem Lokalrivalen Celta Vigo. Stiegen in diesem Jahr beide galicischen Vereine in die Primera Division auf, kam es ein Jahr später, wie im Jahre 2011, zum Abstieg Depors aus der höchsten spanischen Spielklasse, der am letzten Spieltag durch eine 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad besiegelt wurde. Celta Vigo machte hingegen zeitgleich den Klassenerhalt perfekt.

In der folgenden Spielzeit gelang dem Klub erneut der direkte Wiederaufstieg. Am Saisonende belegte man Platz zwei und stieg ebenso wie der baskische Verein SD Eibar in die Primera Division auf. In der Saison 2014/15 reichte es für den Aufsteiger denkbar knapp zum Klassenerhalt. In der Abschlusstabelle belegten die Galicier Platz 16, punktgleich mit dem 18. Eibar.

La Coruña beendete die Saison 2015/16 als Tabellen-15. und vermied knapp den Abstieg. Trotz Klassenerhalt trennte sich der Verein nach Saisonende von Trainer Víctor Sánchez. In der Rückrunde hatte Depor nur zwei Siege zu verbuchen.[1]

Nach einem Saisonstart mit nur acht Punkten aus neun Spielen und dem 16. Platz in der Primera División 2017/18, entließ der Verein Trainer Pepe Mel am 24. Oktober 2017.[2] Den Trainerposten übernahm der Nachwuchstrainer Cristóbal Parralo bis Anfang Februar 2018. Nach ihm trat Clarence Seedorf den Trainerposten an, dieser wurde aber nach dem erneuten Abstieg von Depor bereits am 1. Juli 2018 von Natxo González ersetzt.[3]

Am Ende der Saison 2018/19 nahm La Coruña als Tabellensechster der Segunda División an den Aufstiegs-Play-offs zur Primera División teil. Nachdem Deportivo im Halbfinale FC Málaga mit 5:2 in der Addition besiegt hatte, gewann das Team im Finale das Hinspiel gegen RCD Mallorca zu Hause mit 2:0. Durch eine 0:3-Auswärtsniederlage im Rückspiel wurde der Aufstieg noch verpasst.

In der Saison 2019/20 stieg Deportivo am letzten Spieltag erstmals seit Anfang der 1980er Jahre wieder in die Drittklassigkeit ab.

Seit 2026 spielt der Club wieder erstklassig mit Antonio Hidalgo als Cheftrainer. Im Juni 2026 stimmten die Mitglieder für die Umbenennung von Real Club Deportivo de La Coruña in Real Club Deportivo de A Coruña. Damit trägt der Verein fortan den offiziellen Stadtnamen im Vereinsnamen; dementsprechend wurde auch das Logo angepasst.[4]

Mit dem galicischen Lokalrivalen Celta Vigo spielt man das Derbi gallego aus.

Heimstadion ist das etwa 35.000 Zuschauer fassende Estadio Riazor.

Stand: 25. Juli 2026[5]

Nr.Nat.NameGeburtstagim Verein seitVertrag bis
Tor
1SpanienGermán Parreño16. Februar 199320232028
13SpanienEric Puerto28. Oktober 200220242027
24SpanienLeo Román6. Juli 200020262031
25SpanienÁlvaro Ferllo13. April 199820262027
Abwehr
2SpanienAdrià Altimira28. März 200120262029
3SpanienArnau Comas11. April 200020252028
4Lucas Noubi15. Januar 200520252029
5SpanienDani Barcia19. Januar 200320232028
12ItalienGiacomo Quagliata19. Februar 200020252028
15SpanienMiguel Loureiro21. November 199620252028
22Bright Ede18. Februar 200720262031
23SpanienXimo Navarro23. Januar 199020232026
Mittelfeld
6EnglandCharlie Patiño17. Oktober 200320242028
8SpanienDiego Villares17. Juni 199620212028
14SpanienRiki Rodríguez25. September 199720262029
16ItalienLorenzo Amatucci5. Februar 200420262028
17NiederlandeTeun Gijselhart6. April 200520262030
18DänemarkJonathan Asp Jensen14. Januar 200620262031
20SpanienJosé Ángel Jurado21. Juni 199220232026
21SpanienMario Soriano22. April 200220222028
37SpanienNoé Carillo28. Dezember 200620262029
SpanienJairo Noriega14. August 200320252038
Sturm
7Pierre-Emerick Aubameyang18. Juni 198920262028
9NiederlandeZakaria Eddahchouri11. Mai 200020252028
10SpanienYeremay Hernández10. Dezember 200220222030
11SpanienDavid Mella23. Mai 200520242029
19SpanienLuismi Cruz23. Mai 200120252029
31Bill Nsonga21. September 200420262030
Mohamed Bouldini27. November 199520242028
SpanienRubén López26. August 200420242028
SpanienKevin Sánchez20. Februar 200520252028

Sportliche Erfolge

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Ehemalige Spieler

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In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Spieler

Ehemalige Trainer

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In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Trainer

Deportivo A Coruña verfügte von 1983 bis 1988 über eine Frauenfußballsektion die zwei Mal den spanischen Pokal gewann. Die Mannschaft war unter dem Namen Karbo Deportivo bekannt und gilt als einer der Pioniere des spanischen Frauenfußballs. Nach 28 Jahren gründete der Club 2016 erneut eine Frauenabteilung.

Commons: Deportivo A Coruña – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ La Coruna trennt sich von Tranier Sanchez del Amo. SID-Meldung auf RP Online, 30. Mai 2016, abgerufen am 20. Januar 2017.
  2. ↑ focus.de: La Coruna entlässt Trainer Pepe Mel Artikel vom 24. Oktober 2017
  3. ↑ Deportivo La Coruña - Trainerhistorie. Abgerufen am 20. November 2018.
  4. ↑ Ein Buchstabe fällt weg: Deportivo La Coruna benennt sich um, kicker.de, 23. Juni 2026, abgerufen am 9. Juli 2026.
  5. ↑ Kader Deportivo A Coruña. Abgerufen am 25. Juli 2026.