Cali
| Cali | |||
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Cali auf der Karte von Valle del Cauca | |||
| Koordinaten | 3° 26′ 35″ N, 76° 31′ 55″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Kolumbien | ||
| Valle del Cauca | |||
| Stadtgründung | 1536 | ||
| Einwohner | 2.277.296 (2019) | ||
| Stadtinsignien | |||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 560 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 4.067 Ew./km2 | ||
| Höhe | 1070 m | ||
| Stadtgliederung | 22 städtische Bezirke (comunas) 15 ländliche Bezirke (corregimientos) | ||
| Gewässer | Río Cauca | ||
| Postleitzahl | 760000 | ||
| Vorwahl | +57 (0) 602 | ||
| Zeitzone | UTC−5 | ||
| Stadtvorsitz | Alejandro Eder (2024–2027)[1] | ||
| Website | |||
| Sonstiges | |||
Cali (offiziell: Santiago de Cali) ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (Municipio) des Departamentos Valle del Cauca in Kolumbien. Sie hat 2.277.000 Einwohner (Stand: 2025)[2] und ist damit die drittgrößte Stadt des Landes.
Cali bildet das ökonomische, industrielle und landwirtschaftliche Zentrum im Südwesten Kolumbiens. Mit der Gründung 1536 ist Cali eine der ältesten Städte Amerikas. Sie wird auch die Hauptstadt des Salsa oder Sucursal del cielo (übersetzt etwa: Himmelsniederlassung) genannt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cali liegt in ca. 1000 m Meereshöhe im Westen des Landes am Zusammenfluss des Río Cauca mit dem Río Cali. Aufgrund der Nähe zum Äquator gibt es keine großen saisonalen Temperaturschwankungen.
In der Umgebung gibt es eisen- und kohlehaltige Hügel, deren rostrote Farbe zusammen mit dem üppig grünen äquatorialen Pflanzenwuchs die Gegend charakterisiert.[3]
Cali grenzt im Norden an die Gemeinden Yumbo und La Cumbre, im Osten an Palmira und Candelaria sowie an Puerto Tejada im Departamento del Cauca, im Süden an Jamundí und im Westen an Buenaventura und Dagua.
Klima
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cali
Quelle: IDEAM | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Durchschnittswerte 1971–2000
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cali wurde am 25. Juli 1536 vom spanischen Offizier Sebastián de Belalcázar, der zur Eroberungsarmee Francisco Pizarros gehörte, unter dem Namen Santiago de Cali gegründet. Im August 1956 wurde die Stadt, damals rund 120.000 Einwohner zählend, im Kontext von Straßenbauarbeiten von einem schweren Explosionsunglück getroffen,[4] wobei über 1.300 Menschen starben.
Cali ist nach einer Studie der Organisation El Consejo Ciudadano para la Seguridad Pública y la Justicia Penal (deutsch „Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafrecht“) die gefährlichste Stadt Kolumbiens. Sie lag 2019 weltweit auf dem 26. Platz.[5]
Sehenswürdigkeiten und Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Denkmal Cerro de las Tres Cruces: liegt auf 1.480 m Meereshöhe und befindet sich im nordwestlichen Teil der Stadt. Das Hauptkreuz in der Mitte ist mit 26 m Höhe und 11 m Breite das größte. Die beiden Kreuze neben dem Hauptkreuz haben eine Höhe von 22 m und eine Breite von 8 m.
- Cristo Rey: 31 m hohes religiöses Denkmal auf einem Hügel, der den besten Blick auf die Stadt bietet
- El Gato del Río: am Fluss gelegener Park mit Katzenskulpturen von Hernando Tejada
- Parque de los poetas: Park mit Skulpturen bekannter Dichter aus Cali
- Plaza de Caicedo: Hauptplatz der Stadt in der Innenstadt, nach Calis Helden Joaquín de Caicedo y Cuero benannt
- Orquideorama Enrique Pérez Arbeláez: bewaldeter Park, Schauplatz einer großen Orchideenschau, die jährlich im Herbst veranstaltet wird
- Zoológico de Cali: Zoo, der rund 2500 Tiere mit ca. 180 Arten zeigt
Wechselnde Kunstausstellungen bieten das Casa Pro Artes und das Museo de Arte Moderno la Tertulia. In letzterem werden nationale Künstler aus allen Sparten der bildenden Kunst ausgestellt. Die junge Kunstszene findet sich im lugar a dudas. Das Künstlerhaus, vom Documenta-Teilnehmer Oscar Muñoz gegründet, zeigt wechselnde Ausstellungen und internationale Filme.
Im Theater Teatro Municipal Enrique Buenaventura im Stil des kreolischen Klassizismus finden auch die Konzerte des Orquesta Filarmónica de Cali statt.
Im Dezember findet das Volks- und Musikfest Feria de Cali, u. a. im Salsódromo, statt.
Das Nachtleben konzentriert sich auf Bars, Grills und Rumbeaderos in der Avenida Sexta und die Salsa-Diskotheken in Juanchito, Zona Rosa und Barrio Granada. In jüngerer Zeit hat der Stadtteil Menga in der an Cali angrenzenden Gemeinde Yumbo Juanchito als Zentrum des Nachtlebens weitgehend abgelöst.
- Kathedrale San Pedro Apóstol
- Kirche La Ermita
- Kirche San Antonio
- Museo la Tertulia
- Teatro Municipal
- Statue Cristo Rey
- Denkmal Las tres cruces
- Katzenskulptur im Park Gato del Río
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt ist das Zentrum des Cauca-Tals, einer Region intensiver Landwirtschaft. Schwerpunkt ist die Herstellung von Rohrzucker.
Bekannt wurde die Stadt auch durch das Cali-Kartell, das im Handel mit Kokain neben dem Kartell von Medellín eines der wichtigsten und mächtigsten Drogenkartelle der Welt war. Drogenhandel und im Zusammenhang mit Drogen stehende Gewaltkriminalität spielen trotz des Zerfalls des Kartells in Cali immer noch eine große Rolle.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Cali sind die Sportclubs América de Cali und Deportivo Cali beheimatet, zwei der erfolgreichsten Fußballvereine Kolumbiens.
Das vom deutschen Architekten Herbert Schürmann geplante und 1970 erbaute Velódromo Alcides Nieto Patiño war Ort zahlreicher internationaler Bahnradwettbewerbe, darunter mehrerer Weltcup-Rennen.[6]
Cali ist ein häufig ausgewählter Austragungsort für sportliche Großereignisse verschiedenster Art. So fanden dort 1971 die sechsten Panamerikanischen Spiele und 1975 die zweiten Schwimmweltmeisterschaften statt. Ferner wurden 1995 und 2015 die Unterwasser-Rugby-Weltmeisterschaft, 2007 die Inline-Speedskating-Weltmeisterschaften, 2013 die World Games, die 2015 die Leichtathletik-Jugendweltmeisterschaften sowie 2022 die Weltmeisterschaften im Finswimming und die Leichtathletik-U20-Weltmeisterschaften in der Stadt veranstaltet.
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ “Nuestro esfuerzo inicial es recuperar y reconciliar nuestra ciudad”: Alejandro Eder se posesionó como Alcalde de Cali. In: www.publimetro.co. Publimetro, 1. Januar 2024, abgerufen am 26. April 2024 (spanisch).
- ↑ Población de Cali en 2025. In: telencuestas.com/censos-de-poblacion. Abgerufen am 10. August 2026 (spanisch).
- ↑ Datos de Cali y el Valle del Cauca. Alcaldía de Cali - Valle del Cauca, abgerufen am 2. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
- ↑ banrepcultural.org: La explosión de Cali: Agosto 7 de 1956 ( vom 16. Mai 2017 im Internet Archive)
- ↑ Die 50 Städte mit der höchsten Mordrate weltweit travelbook.de, abgerufen am 27. September 2019
- ↑ copamundopistacali.com: Velódromo ( vom 26. August 2010 im Internet Archive) (spanisch)




