Altenkirchen (Pfalz)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 27′ N, 7° 19′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kusel | |
| Verbandsgemeinde: | Oberes Glantal | |
| Höhe: | 297 m ü. NHN | |
| Fläche: | 6,44 km² | |
| Einwohner: | 1281 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 199 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66903 | |
| Vorwahl: | 06386 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KUS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 36 004 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Rathausstraße 8 66901 Schönenberg-Kübelberg | |
| Website: | www.altenkirchen-pfalz.de | |
| Ortsbürgermeister: | Martin Böhnlein | |
| Lage der Ortsgemeinde Altenkirchen im Landkreis Kusel | ||

Altenkirchen (IPA: [][2]) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Oberes Glantal an.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Altenkirchen liegt ebenso wie die Nachbargemeinden Dittweiler und Frohnhofen im Kuseler Bergland in der Westpfalz. Zur Gemeinde gehören zusätzlich die Wohnplätze Forsthaus, Hainhof und Wilgenhof.[3]
Erhebungen und Gewässer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mitten durch den Ort fließt der Kohlbach. Im Gemeindegebiet erhebt sich der 375,8 Meter hohe Schloßberg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste urkundliche Erwähnung von Altenkirchen (von seinen Bewohnern auch Alekeije genannt) erfolgte 1290. Die Kerwe (Kirchweih), die jährlich am ersten Oktobersonntag gefeiert wird, geht auf das Jahr 1839 zurück.
Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Waldmohr eingegliedert. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Altenkirchen dem Landkommissariat Homburg an; daraus ging zunächst das Bezirksamt Homburg hervor.
Da ein Teil des Bezirksamts – einschließlich Homburg selbst – 1920 dem neu geschaffenen Saargebiet zugeschlagen wurde, wechselte der Ort ins Bezirksamt Kusel und wurde bis 1938 von einer in Waldmohr ansässigen Bezirksamtsaußenstelle verwaltet.
Seit 1939 ist die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Kusel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Altenkirchen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz sowie des Regierungsbezirks Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort 1972 in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg eingegliedert. Seit 2017 ist Altenkirchen Bestandteil der Verbandsgemeinde Oberes Glantal.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Altenkirchen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Martin Böhnlein (WG Böhnlein) wurde am 29. August 2024 Ortsbürgermeister von Altenkirchen.[5] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er mit 72,2 % der Stimmen ohne Gegenkandidat zum neuen Bürgermeister gewählt worden.[6]
Sein Vorgänger Manfred Geis hatte das Amt 2014 übernommen.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 80,21 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[8][9] Bei der Wahl 2024 trat er nicht mehr an.[7]
Gerald Meyer war Vorgänger von Geis im Amt des Ortsbürgermeisters.[9]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Kulturdenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sieben Objekte in Altenkirchen stehen unter Denkmalschutz, darunter die protestantische Kirche.
Natur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Innerhalb der Gemeindegemarkung gibt es ein Naturdenkmal.
Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das 1987 eröffnete Heimatmuseum Altenkirchen zeigt das Leben und Arbeiten früherer Zeiten.
Kulinarische Spezialität
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kartoffelwaffeln, im Pfälzischen auch „Grumbeerwaffele“ genannt.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu der einst von Konrad Weiss betriebenen Grube Frankenholz gehörten mehrere Kohlengruben.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch den Ort verläuft die Landesstraße 355. Dort zweigt von ihr die nach Breitenbach führende Kreisstraße 5 ab. Südöstlich befindet sich die A 6, nordöstlich die A 62. Der Ort selbst ist durch die Buslinie 277 des VRN, die von Kusel nach Homburg verläuft, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.
Behörden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde gehört zum Zuständigkeitsbereich des Amtsgericht Landstuhl.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otto von Bollinger (1843–1909), Anatom und Pathologe
- Otto Germann (1885–1967), Geologe
- Johanna Germann (1896–1973), Schriftstellerin, Lehrerin und Anthroposophin
Personen, die in Altenkirchen wirkten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Henri Clignet (1607–1683), Stadtdirektor Mannheims, wurde in Altenkirchen mit einem Gedenksteins geehrt
- Jan-Lucas Dorow (* 1993), Fußballspieler, begann seine Karriere beim örtlichen Fußballverein
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Waldemar Beschmann, Dieter Zenglein: Kirche und Gemeinde Altenkirchen 1290–1990. ISBN 3-925536-33-7.
- Literatur über Altenkirchen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Stefan Kleiner et al.: Duden Aussprachewörterbuch. Der Duden in zwölf Bänden, Band 6. 7. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04067-4, S. 181.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 156 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Wahl zum Ortsgemeinderat Altenkirchen, 9. Juni 2024. Verbandsgemeinde Oberes Glantal, abgerufen am 7. August 2026.
- ↑ Ortsgemeinderat Altenkirchen, 1. Sitzung, konstituierende Sitzung. In: Ratsinformationssystem. Verbandsgemeinde Oberes Glantal, 29. August 2024, abgerufen am 7. August 2026.
- ↑ Altenkirchen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13. Juli 2024.
- 1 2 Maximilian Schenk, Christian Hamm, Michelle Pfeifer: Blick in die Ortsgemeinden (VIII): Welche Ortsbürgermeister machen weiter? „Nach 40-jähriger Ratsmitgliedschaft, davon 15 Jahre als Beigeordneter und ab 2014 als Ortsbürgermeister, ist es an der Zeit, das Amt in jüngere Hände zu übergeben“, erklärt Altenkirchens Ortsoberhaupt, Manfred Geis. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 3. Mai 2024, abgerufen am 7. August 2026 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Oberes Glantal, Verbandsgemeinde, erste Ergebniszeile. Abgerufen am 3. Mai 2020.
- 1 2 Reinhard Schmidt: Gemeinderat Altenkirchen nimmt Arbeit auf. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 14. August 2019, abgerufen am 3. Mai 2020.
