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Newsblog zum Krieg in Nahost
Israel fordert Evakuierung von Dutzenden Städten im Libanon


Aktualisiert am 02.03.2026Lesedauer: 74 Min.
Nahostkonflikt - LibanonVergrößern des Bildes
Israels Armee hat nach eigenen Angaben Mitglieder der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen (Archivbild). (Quelle: Stringer/dpa/dpa-bilder)

Israel bombardiert Ziele im Libanon. Das US-Militär setzt gegen den Iran Tarnkappenbomber ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dieser Newsblog wurde beendet. Die neuesten Entwicklungen zum Krieg in Nahost lesen Sie hier.

Montag, 2. März

Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an

Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee mit. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen.

Der Iran greift nach der Tötung des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag den Erzfeind immer wieder mit Raketen an.

USA: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.

Es gehe bei den Angriffen darum, den Sicherheitsapparat des Iran unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschließlich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das amerikanische Militär.

Insider: US-Regierung hatte keine Hinweise auf iranischen Erstschlag

Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf den Iran keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen. Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem iranischen Angriff zuvorkommen wolle.

Iranischer Sicherheitsratschef lehnt Verhandlungen mit den USA ab

Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran hat der einflussreiche Sicherheitsratschef des Iran, Ali Laridschani, jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. "Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.

Trump: Drei "gute Optionen" für zukünftige Führung des Iran

Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump erklärt, über eine Auswahlliste mit drei Kandidaten für dessen Nachfolge zu verfügen. Er habe "drei sehr gute Optionen" für den zukünftigen Anführer des Iran, sagte Trump am Sonntag der "New York Times". Er werde die Kandidaten jedoch "jetzt nicht offenlegen".

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde Chamenei getötet. Für die Übergangsphase im Iran wurde ein dreiköpfiges Führungsgremium bestimmt, das laut Staatsmedien noch am Sonntag die Arbeit aufnahm.

Israel fordert Evakuierung von Städten im Libanon

Das israelische Militär hat die Evakuierung von mindestens 50 Städten im Libanon gefordert. Die Bewohner sollen sich einen Kilometer von den Ortschaften entfernen, teilt ein Militärsprecher mit.

Israels Armee bombardiert Ziele im Libanon

Israels Armee bombardiert nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Angriff durch die libanesische Hisbollah-Miliz Ziele im nördlichen Nachbarland. Man habe damit begonnen, Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz im gesamten Libanon anzugreifen, teilte die Armee in der Nacht mit. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.

Australien schließt militärische Beteiligung an Iran-Konflikt aus

Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit dem Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe auch künftig keine Beteiligung vor, sagte Außenministerin Penny Wong. Die Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch schwierig, erklärte Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit von etwa 100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert, der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.

Sirenen in Limassol: Drohnenangriff auf Militärbasis

Eine Drohne trifft den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern. Sirenen heulen, Verletzte gibt es laut ersten Angaben nicht. Was über den Vorfall bekannt ist, lesen Sie hier.

US-Debatte über Iran-Strategie: Hat Trump einen Plan?

In den USA ist eine Debatte über die Iran-Strategie der US-Regierung für die Zeit nach den Angriffen entbrannt. "Es gibt keine einfache Antwort darauf, was als Nächstes kommen wird", sagte etwa der republikanische Senator Tom Cotton am Sonntag in der CBS-Sendung "Face the Nation". Der Republikaner Lindsey Graham schloss sich der Forderung von US-Präsident Donald Trump an, das iranische Volk solle selbst entscheiden, wer die Regierung künftig führe. Mehr dazu lesen Sie hier.

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US-Militär setzt Tarnkappenbomber gegen den Iran ein

Bei den Angriffen auf Ziele im Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 eingesetzt. Sie griffen mit gut 900 Kilogramm (2.000 Pfund) schweren Bomben die besonders gut geschützten Einrichtungen des Iran für ballistische Raketen an, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilte. Mehr zu der einzigartigen Waffe lesen Sie hier.


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