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»Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan« Trump lästert über Papst Leo

Am Wochenende forderte Papst Leo XIV. ein Ende von Kriegen und kritisierte »Allmachtsfantasien«. US-Präsident Donald Trump fühlt sich offenbar angesprochen und teilt nun seinerseits gewaltig aus.
US-Präsident Trump: »Leo sollte dankbar sein«
US-Präsident Trump: »Leo sollte dankbar sein«

US-Präsident Trump: »Leo sollte dankbar sein«

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Kevin Lamarque / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem außergewöhnlichen Akt scharf attackiert. Der Papst sei »schrecklich« in Bezug auf Außenpolitik, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Trump erklärte weiter , Leo XIV. sollte »dankbar« sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei – damit man besser mit Trump umgehen könne. »Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan«, behauptete Trump, der sich bei seiner Politik häufig auf den christlichen Glauben bezieht.

Papst Leo XIV. am Samstag im Petersdom

Papst Leo XIV. am Samstag im Petersdom

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Stefano Costantino / ZUMA Press / IMAGO

Der US-Präsident schrieb weiter, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten. Und er wolle keinen Papst, der den US-Präsidenten kritisiere, weil der genau das tue, wozu er gewählt worden sei.

Leo solle sich als Papst zusammenreißen, erklärte Trump weiter. Außerdem solle er seinen gesunden Menschenverstand nutzen und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein, kein Politiker. Zudem verkündete Trump: »Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber als ihn.« Denn Louis stehe voll und ganz hinter der »Make America Great Again«-Bewegung.

»Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!«

Papst Leo XIV.

Trumps heftige Kritik folgt auf eine Predigt des Papstes am Samstag, in der dieser ein Ende von Kriegen gefordert hatte (mehr dazu hier). »Schluss mit dem Krieg!«, hatte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken bei einem großen Friedensgebet im Petersdom in Rom gesagt. An die Regierenden richtete der Papst in seiner Predigt einen direkten Appell: »Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!« Der Pontifex sprach von »Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden«. Trump nannte er nicht namentlich.

Am 28. Februar hatten die USA und Israel Iran angegriffen. Das Regime reagierte mit Gegenangriffen. Derzeit gilt offiziell eine zweiwöchige Waffenruhe.

Leo ist der erste Papst aus den USA. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes mit Blick auf den Irankrieg verschärft. Die harschen Drohungen von Trump gegen Iran verurteilte Leo ungewöhnlich scharf und nannte sie »wirklich inakzeptabel«.

aar/dpa