Riesenflieger Beluga XL hat erstmals abgehoben
Das neue Airbus-Transportflugzeug Beluga XL hat seinen ersten Jungfernflug erfolgreich hinter sich gebracht. Das Flugzeug war am Donnerstag im südfranzösischen Flughafen Toulouse-Blagna gestartet und nach etwa vier Stunden auch wieder gelandet. Seit 2014 hatten Ingenieure an dem Flugzeug gearbeitet, die Baureihe ähnelt äußerlich einem Wal und erhielt deshalb den Namen Beluga.
Mit seinen Belugas transportiert Airbus riesige Flugzeugteile wie Rümpfe oder Flügel zwischen seinen europäischen Standorten. Der Beluga XL ist mit einem Mund und einem Auge lackiert und erinnert damit noch mehr an einen lächelnden Wal.
Beluga XL: Der Riesen-Wal
Airbus will insgesamt fünf Maschinen des Typs Beluga XL bauen. Sie beruhen auf der Frachtervariante des Großraumflugzeugs A330, von dem zahlreiche Komponenten übernommen wurden. Sie sollen ab 2019 den Dienst aufnehmen und schrittweise die fünf bisherigen Belugas ersetzen. Bis dahin soll der Jet nach Angaben von Airbus noch rund 600 Flugstunden zu Testzwecken absolvieren.
Das kleinere Vorgängermodell war auf Grundlage der A300 entwickelt worden und hatte 1994 seinen Erstflug absolviert. Der Beluga XL ist gut 63 Meter lang, fast 19 Meter hoch und kann mehr als 50 Tonnen Fracht transportieren. Damit ist die XL-Version sechs Meter länger und einen Meter breiter als die Standardausführung und kann künftig zwei Tragflächen eines A350 statt wie bislang nur eine transportieren.
Die leistungsstärksten Transportflugzeuge
Auch wenn die Maschinen mit ihrem extrem dicken Rumpf viel Eindruck machen, mit den leistungsstärksten Transportflugzeugen der Welt können sie nicht mithalten. Die Antonow An-225 kann 250 Tonnen laden - fast fünfmal so viel wie der Beluga XL. Von der An-225 wurden allerdings nur zwei Exemplare gebaut. Eines davon fliegt bis heute. Die etwas kleinere Antonow An-124 kommt auf bis zu 150 Tonnen Nutzlast, mehr als 50 Maschinen dieses Typs wurden produziert.
Beluga XL: Transporter für Flugzeugteile
Der in den Sechzigern für die US Air Force entwickelte Transporter Lockheed C-5 kann mehr als 120 Tonnen Fracht in die Luft bringen. Die Maschinen sind bis heute im Dienst des US-Militärs.
Airbus-Konkurrent Boeing hat ebenfalls einen Spezialtransporter entwickelt, um überdimensionale Flugzeugteile zwischen eigenen Werken hin- und herfliegen zu können. Der sogenannte Boeing Dreamlifter fußt auf dem Jumbo-Jet, der B-747, und ist etwa zehn Meter länger als die Airbus-Maschine. Auch beim Boeing-Modell ist der Rumpf deutlich dicker als bei einem normalen Passagierflugzeug. Der Dreamlifter kann rund 113 Tonnen zuladen, gebaut wurden vier Exemplare.
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